Ankommen

So, nun sitz ich hier also in einem kleinen Vorgarten im Vorort von Tulum im Osten von Mexiko… Vorgestern Nacht bin ich gelandet und wurde netter Weise von Alberto abgeholt. Ich möchte das nett betonen, denn der arme legte insgesamt 260km Strecke zurück um das zu tun – mitten in der Nacht und obwohl er 4 Stunden später zum nächsten Tauchgang aufstehen musste!!! Das ist einen Vermerk in diesem Blog demnach mehr als wert.

So, also ich sitz nun hier und hab nen Räucherstäbchen unterm Stuhl, denn die Mücken mögen mich heute besonders gerne.

Für die, die es noch nicht wissen, warum es mich nach Mexiko verschlagen hat hier noch einmal die Zusammenfassung: Vor 10 Jahren als ich in Barcelona lebte, habe ich Alberto über das Klettern kennengelernt. Wir sind seitdem gute Freunde und ich habe ihn 2012 auch schon einmal besucht. Als er mich vor anderthalb Jahren in Berlin besucht hatte, erzählte er mir davon, dass er sich zwei Hektar Land gekauft hat um darauf Baumhäuser zu bauen um eine Art Öko Tourismus zu starten. Als ich von der Idee hörte, meldete ich mich gleich für einen Arbeitseinsatz an und so bin ich nun hier gelandet. Wie lange ich bleiben werden, weiß ich noch nicht. Das hängt davon ab, wie lange ich Spaß an der Arbeit haben werde und wie Alberto und ich miteinander auskommen werden, denn wir werden nun fast jeden Tag miteinander verbringen. Aber mit der Option auf Ausflüge oder Unterbrechung durch Kurztrips wird das schon alles gut funktionieren.

Heute, am zweiten Tag, sind wir also in den Dschungel gefahren, wo er sein Stück Land besitzt. Da es in diesem Gebiet viele natürlich entstandene Wasserbecken gibt, ist alles voller Mücken. Unvorstellbar viele Mücken. Ich musste tatsächlich bei 30 Grad Stiefel, lange Hosen und naja anfänglich auch ein langes Shirt tragen. So etwas hab ich so noch nicht erlebt. Ich werde mich wohl daran gewöhnen (müssen). Jedenfalls habe ich heute alles gezeigt und erklärt bekommen und muss sagen, dass die Konstruktionen, die bisher stehen, wunderschön geworden sind. Für das Fundament des Haupthauses kam heute eine Fuhre mit 7 Kubikmetern Erde/Sand, die wir begonnen haben aufzuschütten. Müssig, denn der Lkw kam nicht so weit, denn es gibt keine Straße. Ich habe keine Ahnung, wie viele Schubkarren Erde ich heute hin und her gefahren habe, aber es waren genügend. Um ein zusätzliches Sportprogramm brauch ich mich hier also nicht zu sorgen. Die nächsten Tage werden wir damit noch zu tun haben und danach geht es ans klohaus fertig bauen, einen Brunnen fertig ausheben und das Küchenhaus streichen. In Absprache mit Alberto darf ich das ganze dokumentieren. Demnach bekommt ihr ganz bald Bilder zu so viel Text 😋

Zwischenstopp in Berlin

Nachdem wir völlig zerstört von gili T. zurückkamen und zweieinhalb Monate zusammen reißen,dann doch eine sehr lange Zeit ist, haben wir beschlossen 2 Wochen früher zurück zu kommen. In Berlin verbrachte ich etwas mehr als 5 Wochen. Gefühlt war ich aber immer noch auf Reisen, ständig mit dem Rucksack unterwegs, Freunde oder Familie besuchend oder lediglich meinen Unterschlupf wechselnd. So wirklich an kam ich nicht nochmal. Berlin erschien mir fremd.

Trotzalledem konnte ich nochmals meine lieben Menschen treffen, beim Klettern auf die Kacke hauen und einen sehr sehr schönen Geburtstag feiern…

Gili T. Cocktails, Magic mushrooms, LSD – abifahrt 2.0 mit Anfang 30

Mit einem Speedboot geht es auf zur größten der 3 gili Islands. Die Überfahrt dauerte ca 1,5 Stunden morgens um 9.00 Uhr. Nach dem fast das halbe Boot aufs Deck geklettert ist, durften wir einem Besäufnis beiwohnen, was ich so und um diese Uhrzeit noch nicht gesehen hab. In Windeseile schütteten die Leute ein Bier nach dem anderen in sich hinein, unfassbar. Bei dem Spaß wären zwei Menschen sogar fast über die Reling gekippt, weil sie einfach zu voll waren. Nun gut und wie gehabt wurde das ganze wieder einmal musikalisch unterlegt mit partyknüllern und dem guten alten Bob Marley…

Baden und Schwimmen gestaltet sich hier schwierig, den alles liegt voller Korallenleichen und nah am Ufer gibt es eine starke Strömung. Also-nur Planschen!!
Wie jeden Abend, das sunset-Muss
Bei einem leckeren Margarita
Innige Umarmung nach dem ausgelassenen schaukeln, wie 6 jährige Kids, wobei sie gerade noch so den Baum haben stehen lassen
Nach dem Neujahrsbaden, dem Monsunregen und ganz viel emotalk wird beim nächsten „späti“ morgens um 5.00 weitergefeiert und gelacht.
Tja, wer feiern will, der muss auch atmen können oder andersrum?

Ubud, mount batur und singaraja

Nach 8 Tagen gestrandet sein auf der kleinen Insel Lembongang ging es dann zurück nach Bali. Unser Moped stand tatsächlich noch da nach über einer Woche.

Dann ging es auf ins Inland nach ubud. Der Weg ging schnell, 2 Stunden auf guten Straßen vorbei an ersten Reisfelder und dem legendären monkey forest. Unsere Unterkunft lag schon noch in der Touristengegend, aber etwas abgelegen von den Menschenmassen. Begrüßt wurden wir direkt vom Regen…

Am Abend gab es leckeren veganen burger und tempehschnitzel, beides verblüffend authentisch! Auch durften wir einer Live-Band beisitzen und uns Songs wünschen. Ich wurde ein paar Mal aufgefordert mit zu singen,hab mich aber nicht getraut.

Am nächsten Morgen ging das touriprogramm los und wir haben uns die Wasserfälle tenungan und tibumana angeschaut. Ersteren nur aus der Entfernung,weil viel zu viele Menschen. Und letzteren haben wir sehr genossen, weil kühl in einer Schlucht gelegen mit wenigen Menschen, die alle merkwürdige Fotos von sich machen.

Eine meiner Lieblingsblumen. In Brasilien eliconia, auf den Philippinen birds of paradise genannt
Genervt von den Touris die mit ihrer stundenlangen Fotosession die Aussicht ruinieren

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann auf zu den reisfeldern.ein sehr gut gewählter Zeitpunkt,denn wir waren die einzigen.

Auf dem Rückweg begegnete uns diese nette location.wahrscheinlich Rückzugsort der Jugend von Bali.

Mystisch

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück in die „Elefantenhöhle“ Goa gajah gefahren. Auf der Anlage befinden sich ein hinduistischer und ein buddhistischer Tempel,was das ganz besondere an dieser Anlage ist. Wir kamen leider nicht bis zum buddhistischen, da mir an dem Tag mit der Hitze und Sonne etwas komisch war… Aber der Wille war da

Eingang zur Elefantenhöhle
Wir mussten natürlich sarongs anziehen an diesem heiligen Ort

Danach haben wir uns noch die berühmten Reisterrassen angeschaut. An dem Ort waren bis vor zwei drei Jahren noch keine Touristenattraktion wie eine Riesenschaukel und auch nicht so viele shops.mittlerweile sind die Bilder, die mensch einfangen kann leider nicht mehr so ganz idyllisch…

Respekt für die Reisbauern die bei dieser Hitze bis zum Knie im Schlamm stecken und ackern.

Am nächsten Morgen dann fahren wir weiter Richtung mont batur, einem der noch aktiven Vulkane auf dieser insel.

Wir kamen um 14.00 uhr an diesem Ort an, der so klein ist,dass ihn googlemaps noch nicht einmal auf der Karte anzeigt. Begrüßt wurden wir von einer handvoll junger Menschen,die uns sogleich mit arrak, einem Reisschnaps abfüllten.so war ich also eine Stunde später das erste Mal besoffen. Wir haben dann 4 Stunden lang Musik gemacht, die balinesische Nationalhymne zusammen gegröhlt 🙄 und uns wurde ein traditioneller Tanz mit Drachenkostüm von einem fünfjährigen Kind vorgeführt.

Am nächsten Morgen mussten wir um 3 Uhr aufstehen um den 1717m hohen vulkan zu besteigen. Der Aufstieg war sehr beschwerlich, aber hatte sich gelohnt.

Soooo, nach fast drei Wochen Schreibblockade geht es nun weiter…

Nach der 12km Trekkingtour waren wir ziemlich platt und ich entschied mich gegen das Moped fahren (was sich im folgenden als sehr clever herausstellte) und wir blieben noch einen Tag länger. Nach nun mehr fast fünf Monaten Abstinenz in der Arbeit mit Kindern konnte ich nicht anders als den Kids ein paar Kinderlieder beizubringen. Ein wunderschöner Moment!!!

Der Abend klang dann gemütlich und ohne arrak aus, aber mit vielen Lobliedern auf vergangene Nacht.

Noch so ne kleine zerrupfte Wurst

Am nächsten Morgen zogen wir weiter durch die Berge Richtung norden.und wenn du denkst ’schlimmer geht nimmer‘ wirst du vom Leben überrascht. Das war mit Abstand die schlimmste Fahrt, die wir auf unserer Reise gemacht haben. Zwei Personen mit Rucksäcken auf nem klapprigen Moped fahren durch die Berge. Die Straßen sind nicht wie Deutschland um die Berge drum herumgebaut, sondern in Serpentinen an ihnen hoch. Teilweise 45grad Steigung. M. musste zwischen drin absteigen, da der Roller einfach stehengeblieben ist. Ich kam dann mit ca 5-10km/h weiter, musste mich aber beim letzten Rest mit den Füßen anschubsen,sonst wäre ich rückwärts wieder den Berg runtergerollt. Und das Beste-die ganze schose war um sonst, denn da wo Googlemaps den Weg zum Strand angezeigt hat, gab es nur einen Sandweg…

Auf dem Weg haben wir einen Crossmotoradfahrer kennengelernt, der das selbe Problem hatte wie wir und wir haben zusammen eine Alternativroute rausgesucht. Den Berg den wir hoch sind, mussten wir also wieder runter. Gut, dass Ajoscha nun mit uns fuhr. Zur Beruhigung und um eventuell Hilfe zu holen falls wir stürzen. Denn ich bin tatsächlich mit komplett angezogen Bremsen den Berg und seine 360 Grad Kurven wieder runtergefahren. KEIN UNFALL!!!! An dieser Stelle möchte ich stolzerweise Mal anmerken, dass wir die einzigen sind bei all unseren Bekanntschaften, die keinen Unfall hatten. *Auf die Schulter klopf*

Nach 6 Stunden Fahrt sind wir dann in singaraja angekommen. Völlig am Ende waren wir nur noch in der Lage uns Bier trinkend den Sonnenuntergang am Strand anzuschauen.

Am nächsten Tag dann ging es auf zu den Wasserfällen und wieder vorbei an unzähligen Reisfeldern.

Am letzten Morgen sind wir mit einem Boot aufs Meer rausgefahren um uns Delfine anzuschauen. Das war ein sehr schöner und rührender Moment, jedoch gleichzeitig sehr bedrückend und surreal, da wir natürlich nicht die einzigen Menschen mit dieser Mission waren.

Nach unserem Bootstrip ging es weiter nach canggu. Der Weg dorthin war ein reinstes Spektakel. Zuerst brach der Himmel über uns zusammen und wir musste mindestens eine Stunde unter einem Wellblechdach am Straßenrand warten. Dann kamen wir in DEN Stau der Weltgeschichte verursacht durch hunderte von Reisebussen, dem Bali united Fußballspiel und nicht geregeltem Straßenverkehr. Bei der Aktion hab ich mich Mal als Geisterfahrerin geübt, mutiger als manche balinesen, aber anders wär es auch nicht gegangen oder wir hätten eben Mal bis zu 6 Stunden im Stau gestanden…

Warten bis der Sturzregen vorbei ist

Nusa Lembongan

Wir sitzen seit fast einer Woche auf dieser ruhigen, tollen und klitzekleinen Insel. Was für eine Entspannung. Zum ersten Mal seitdem wir in Indonesien angekommen sind, fühlen wir uns wohl. Die Insel besteht aus nicht mehr als zwei Dörfern und wir haben sie in dreieinhalb Stunden komplett abgefahren mit dem Moped. A propos Moped fahren. Wir haben wohl die schrottigste Maschine ever, Scheinwerfer zertrümmert und die Verkleidung fällt auseinander, aber das Ding fährt, immerhin. Auch sind Helme hier nicht üblich, so bin ich hier jeden Tag mit Sonnenbrille und drei Wetter taff am Start. Wenn wir dachten Sri Lanka s Straßenverkehr wäre aufregend, dann wurde das durch Kuta revidiert und als wir dachten krasser geht’s nicht mehr auf den Straßen kamen wir nach uluwatu wo ich eigentlich ständig mit angezogenen Bremsen die Berge runtergefahren bin. Und nun,hier auf nusa wurde auch das noch Mal getopt,weil man bei manchen Straßen schon fast von Abhängen sprechen kann. Wenn es nur die Steigungen wären, ginge auch das, aber die Straßen sind obendrein durchzogen mit Schlaglöchern, mega eng und kurvig. Aber nach nun mehr 6 Tagen habe ich mich daran gewöhnt… Immer wieder bin ich beeindruckt, wie jung die Kids hier schon aufs Moped steigen. Nicht selten sieht man 11-12 jährige Kinder im Straßenverkehr, die sich dann auch noch satay-Spiesse von einem Fahrzeug zum nächsten reichen ohne dabei langsamer zu werden.

Links gegen den Poller bin ich schon ordentlich gegen gedonnert. Aber ist auch alles so kacke eng da!
Die tighte Schrottkarre. Also dit Moped nich ich…
Und durch diese, sich verengende Gasse muss ich jeden Tag mindestens einmal rein und raus. Bisher bin ich noch nirgends angeditscht!

Unsere Unterkunft würden wir schon fast als luxuriös bezeichnen. Wir bezahlen knappe 10€ pro Nacht, es wird hier täglich geputzt (was uns anfänglich etwas verunsichert hat und unangenehm war) und wir bekommen regelmäßig neue Bettwäsche und Handtücher. Nachts schwitzen wir uns die Ogen vorn Kopp, aber irgendwie geht auch das. Die Familie, die uns das Zimmer vermieten sind sehr lieb und offen für (politischen) Austausch und so schnacken wir ab und an bei Kaffe und Kippe. Das Frühstück ist der Wahnsinn, gerade nach ner morgendlichen Surfsession lässt es sich ganz gut einatmen.

Mango-banana-coconutmilk Bowl mit Obst und Müsli. Mmh, lecker!
Nächtlicher Besuch, der ganz schnell mal unser Bett okupiert
Und sich etwas Liebe abholt

Von unserer Unterkunft aus sind es nur 50m bis zum Strand. Allabendlich können wir dort in den Sonnenuntergang starren und mit niedlichen Hunden kuscheln. Ab 17.00 Uhr kommen dann die locals aus ihren Häusern und strömen zuhauf ins Meer zum schwimmen. Den Rest des Tages ist der Strand eher verlassen.

Am ersten Tag als wir die insel abgefahren sind, standen wir vor einem riesigen Mangroven Wald. Der (glaube ich) einzige Baum, der im Salzwasser wächst. Wir werden evtl noch eine kleine Paddeltour hindurch machen, da der Wald durchzogen ist von kleinen Wasserstraßen.

Ebbe mit Blick aufs Meer und ein paar Exemplaren dieser eindrucksvollen Mangroven
Hier wäre ich beinahe hineingerannt, hätte mich M nicht gewarnt

Einer unsere Ausflüge ging auf die Nebeninsel Ceningan, die über eine sehr schmale gelbe Brücke zu erreichen ist.

Da passt fahrend auch nur eine Moped durch

Dort angekommen, sind wir erstmal zu „dem“ Surfspot gefahren. Von der Terrasse eines Restaurant am Ende der Straße kannst du einen hohen Klippensprung in den Ozean wagen und dann 50m weiter die großen Wellen surfen. Mir war das zu krass! Auf dem Rückweg sind wir zufällig auf eine Ausschilderung zur blauen Lagune getroffen. Rundherum gab es eindruckvolle Klippen und der daraufklatschende Ozean.

So, zurück nach nusa. nusa hat eine eigene Müllverbrennungsanlage auf dem neusten Stand der Technik und Forschung zum Schutz der Umwelt.

Dit zeuch wird einfach nur angezündet und je nachdem wie der Wind steht,musste mehr oder weniger lang die Luft anhalten beim vorbeifahren
Friedhofsgräber
Fischerboote und Krebsfang Raster
Umland
Eine von vielen Tempelanlagen
Glücklich auch mit Föhn Frisur

Und bei einem kurzen Stopp zum Kauf eines Erfrischungsgetränks während unserer Tour steht doch da tatsächlich eine Gitarre in der Kaufhalle. Ich hab nicht lange gezögert und die Leute gefragt,ob ich sie Mal spielen dürfte. So saß ich also mit Sturmmecke und dieser tollen Gitarre irgendwo auf einer kleinen Insel Indonesiens vor nem Konsum an einer Straße und spielte glückerfüllt meine Hitliste. Hach, toll wars…

Moped links-herum

Wir haben uns vergangenen Freitag einen Roller geliehen für die nächsten 28 Tage auf Bali für geschlagene 1.080.000 indonesische Rupie ( ja skurriler Weise sind wir in Indonesien Millionärinnen. In Sri Lanka waren wir Tausendärinnen. Verrückt!!!), was umgerechnet ca 69 Euro sind.

Da waren die Straßen noch leer
Ne Art Autobahn

In Kuta Roller fahren ist eine ziemlich verrückte Angelegenheit. Wie auch auf Sri Lanka fahren allen im Linksverkehr, demnach auch im Kreisverkehr. Lustigerweise haben die reinfahrenden Fahrzeuge Vorfahrt. Überholt wird fast immer mit einem Hupen. Die Ampelkreuzungen sind einfach gigantisch, aber auch die kleinen verwirren etwas, wenn Mensch den Linksverkehr nicht gewohnt ist. Nun ja, im Zweifelsfall hab ich immer genau das gemacht was die locals gemacht haben. Wir sind heile und ohne uns zu verfahren aus Kuta rausgekommen. In Berlin Fahrradfahrerin zu sein, ist hier von Vorteil, denn nicht selten ist es notwendig sich an Autos oder LKWs vorbeizuschlängeln, wenn du nicht permanent Abgabe fressen willst bzw auch einfach vorran kommen möchtest. In der Stadt fahren die Leute hier übrigens fast alle mit Mundschutz… Auf Bukit angekommen, gibt es gleich die nächste Herausforderung Serpentinen bergauf und bergab. Nach nun 5 Tagen hier ist das aber alles kein Problem mehr. Aber ich sag euch, hat was von nem Actionfilm das Rollerfahren hier!!!

Und vorgestern hat sich irgendein touri im suff in einer Kurve um die Leitplanke gewickelt. Hat sich dabei scheinbar den Fuß gebrochen, aber hat im Straßengraben einfach geschlafen nach dem Sturz.

Gestern sprang unser Roller plötzlich nicht mehr an. Zum Glück waren wir nur 5min Fußweg von zu haus entfernt- ja,mit nem Roller wir mensch scheinbar faul,hehe… Ich musste also bergab Rollen und bergauf schieben. Danach war die Laune im a***. Überraschender weise wurde uns heute morgen ein neues Moped aus Kuta gebracht. Ist ja nur ne Stunde bis hierher, ne?! Die netten Jungs sagten uns, die batterie sei leer und tauschten die Räder einfach aus. Das neue hat ein paar mehr ps und geht ab wie Schmitts katze. Daran muss ich mich nun auch wieder erst gewöhnen…

Noch ein Poserfoto mit boardwrag

Bali – ein paar Eindrücke

Heute sind es genau 7 Tage, die wir bereits auf dieser relativ kleinen insel sind. Wir sind von denpasar aus direkt nach Kuta, hatten dort eine kleine schöne Unterkunft mit Gemeinschaftsküche und Minipool.

Sunset am überfüllten Touristrand
Schwanensee

Von dort aus sind wir mit dem Moped weiter auf die Halbinsel Bukit. Wir sind in der preiswertesten und früher sicher Mal sehr schönen Unterkunft gelandet mit dem süßesten Hund-Wolf-Huhn Gemisch was es wohl gibt. Der Surfspot ist 2 min mit dem Roller entfernt.

Am zweiten Tag haben wir auf dem Wasser ein Paar aus Deutschland kennengelernt mit denen wir zwei Tage unterwegs waren, die dann aber weiter nach Vietnam gereist sind. Das war Mal eine nette Abwechslung, denn die Balinsesen sind dann irgendwie doch nicht so kontaktfreudig bzw sprechen nur broken english, was für eine längere Unterhaltung leider nicht ausreicht.

Unsere kleine Terrasse vor dem komplett vertrockneten Urwald
Der bissige Wachhund
Bingin

Zu allen Stränden hier muss man gefühlte 300 Stufen hinab steigen. Vllt sind es auch nur 80, aber beim Aufstieg ist das dann auch unwichtig. Die zunge hängt so oder so draußen bei 32 Grad im Schatten, den es hier übrigens so gut wie gar nicht gibt.

Da müssen wir jetzt runter

Der Strand Padang Padang liegt 2 min Moped Weg von unserer Unterkunft entfernt. Um dort runter zu gelangen, müssen sich die Menschen vorbeischieben an den Affen, die gerne Mal Ohrringe, Badelatschen oder Sonnenbrillen klauen.

Gute Kletterfelsen
Die gilt es auszuprobieren irgendwann

1965/66 gab es auf Bali einen „Putschversuch“ (nicht ganz klar ob initiiert) begleitet mit einigen krassen Massakern, bei denen die getöteten Kommunisten (-anhangerinnen*) in Flüsse oder die Klippe hinab geworfen wurden. Eine dieser Klippen befindet sich am heute sogenannten (um die Touris wieder anzulocken) dreamland beach.

Dreamland beach. Der Weg dorthin ähnelt einer Flugzeugstart- und Landebahn

Transit…

Die letzten 3 Tage waren etwas hart! M. Leidet ganz schön und schlummert sich noch fit ( ortszeit: 11.24) wir sind am 25.11. Um 18.00 Uhr los zum Flughafen. Dort hingen wir dann von 22.00 bis 07.30 Uhr rum. Etwas am Ende kamen wir 14.00 Uhr in Singapur an. Was für ein Flughafen 😳😳😳 erinnert an Raumschiff Enterprise aber mit Tropeneinfluss. Wasserfälle im Flughafen!!! Bäume,Büsche,Pflanzen und mittendrin höchste Technik. Es fahren mehrere skytrains, weil die Terminals soooo weit auseinander liegen. Konnte leider kein Foto machen

Wir haben uns für eine Nacht ein Hotelzimmer geleistet

Arsch kalt im zimmer
Mit Regendusche

In Singapur gibt’s fast nur bonzenkarren. Wir wurden krass an Berlin erinnert – Hochhäuser, viele Straßen, grau, Regen. Gut, dass es morgen weiter geht…

Zurück am Flughafen…

Willkommen in meinem Wohnzimmer
Hätten wa auch hier pennen können

Dann endlich auf Bali… Wir sind nun in Kuta (das zähle ich noch zum Transit dazu, da wir hier eigentlich gar nicht sein wollen, aber erstmal wieder Klarkommen müssen) und chillen Mal 2 Tage. Wat ne tourihochburg

Mein Gesicht sagt alles, oder?! Ich glaube meine Lippen formen auch gerade das Wort Scheisse
Aber es gibt nen Pool und alles für wenig Geld

Bus fahren in Sri Lanka

Am 25.11. sind wir aus Hikkaduwa abgefahren. Die letzte Nacht und M.’s Geburtstag waren sehr schön. Es gab sogar ein kleines Feuerwerk für sie. Der Abschied von kanchana war unerwartet traurig…

Leider etwas unscharf. Ging alles so schnell

Sri Lanka hatte eine letzte wunderschöne Abschiedskulisse für uns zu bieten. Nach dem unser Obstverkäufer und dabei geholfen hat in den richtigen Bus zu steigen. Bot sich uns ein traumhafter Anblick der untergehenden Sonne über dem Meer. Da fällt das tschüss-sagen doppelt schwer…

Und nun noch ein kurzer Einblick in das busfahren. Erstmal ist es sehr schwer den richtigen Bus überhaupt zu erkennen,denn es wird nicht etwas an jeder Haltestelle angehalten oder wenigstens die Geschwindigkeit reduziert. Nein, du musst erahnen welcher Bus deiner sein könnte und ihn auf gut Glück heranwinken. Dann wirst du angeschrien doch bitte schnell schnell schnell einzusteigen. Während dein einer Fuß noch auf der Straße steht, geht die Fahrt auch gleich weiter. In Angst mit dem 18kg Rucksack nicht direkt hinten wieder aus dem Bus rauszukippen,schiebst du dich schnell den schmalen Gang nach oben und lässt dir das Gepäck vom Rücken reißen.

Puh,geschafft,drinnen…kein Sitzplatz. Scheisse! Das bedeutet durch den Bus geschleudert werden bis etwas frei wird. Eine groteske Szene jedes Mal. Zwei weiße Frauen um Gleichgewicht ringend, sich dabei kaputtlachend, stehen in einem mit lauter schnulzenmusik beschallten „findet Nemo“ Bus. Steigen mehr Leute ein oder welche aus schieben sie sich ohne Ankündigung an dir vorbei und zwingen dich quasi dazu dich auf den Schoß anderer Leute zu setzen. Denn, ganz ehrlich, weder die Gänge noch die Sitzbänke sind für den Durchschnitts europäerarsch gemacht. Da sind wir in Berlin echt verwöhnt.

Am Fenster wird ein Sitzplatz frei!!! Bedeutet nicht etwa,dass die zwei anderen Person auf der Sitzbank aufstehen oder durch rutschen. Nein, du musst dich an ihnen vorbei auf den freien Platz schieben, in dessen Lücke dein Hintern kaum reinpasst. Andersrum genau so. Die Leute schieben sich an dir vorbei, hauen dir dabei ihre Taschen oder den Rucksack ins Gesicht und was nicht passt, wird passend gemacht. Irgendwann war das ganze Spektakel auch einfach „normal“ für uns geworden ( vllt haben wir auch resigniert?!) Und wir haben alles über uns ergehen lassen.

Dann freut Mensch sich auf 2-3 Stunden Fahrt ( für nur 1€) , die an irgendwelche Verfolgungsszenen aus Actionfilmen erinnert. Alles wird überholt und weggehupt. Blaue Flecken nach einer Fahrt sind keine Ausnahme. Der Bus verfügt über zwei huptöne. Leider ist es mir nicht gelungen herauszufinden wann welche eingesetzt wird, aber es wirkt auf jeden Fall energischer wen nach zehn Mal hupen sich dann auch noch der Ton verändert.

In 2-3 Stunden gibt es dann natürlich auch Zeit für ein Nickerchen… Wie die Menschen das machen ohne den Bus mit einer blutklaffenden Platzwunde am Kopf zu verlassen – keine Ahnung!!! Die sonst so berührungsscheuen Menschen legen dabei auch Mal ihren Kopf auf die Schulter der Person daneben. Hat was! Die einen versuchen das zu vermeiden in dem sie nur noch halb auf ihrem Platz sitzen, die anderen halten fürsorglich die Schulter hin.

Hab ich was vergessen? Bestimmt! Aber ich denke, ihr konntet einen kleinen Eindruck gewinnen von unseren Abenteuerfahrten…

Bye Bye Mirissa

2 Wochen Mirissa gingen gestern zu Ende… Gerne wäre ich noch dort geblieben. Wir habe so viele tolle Menschen in so kurzer Zeit kennengelernt und auch die eine oder andere Freundschaft ist entstanden. Beim Abschied gestern musste ich tatsächlich die Tränen wegdrücken und nicht nur ich 😉 mit nem schweren verschimmelten Rucksack zogen wir los in den Krieg. Wieso in den Krieg? Na weil nach Bekanntgabe der Ergebnisses der Präsidentschaftswahl die Feuerwerkskörper gezündet wurden. Hatte was von Kreuz Kölln an Silvester. Wir wurden noch von chandis Mama schnell Mal auf nen Kaffee ins Haus gezogen.

Back in Hikkaduwa haben wir ne kleine Villa abgegriffen. Wir sind wieder bei kanchana gelandet und haben diesmal das größere haus, aber zum gleichen Preis bekommen.das Wohnzimmer ist ein Tanzsaal,wir haben 2 Schlafzimmer und auch die Küche ist riesig. Ich genieße es sehr endlich Mal selbst kochen zu können und mir leckere Shakes zu mixen. Kochen macht glücklich!!!

Mein Gehirn wird langsam richtig matschig,was ihr wahrscheinlich an der Qualität der Beiträge mitverfolgen könnt,hahaha. Keine Ahnung ob es am Surf,der Hitze oder dem Sprachkakao liegt…

(Ihr könnt übrigens gerne Kommentare hinterlassen.ich freu mich ja auch von euch zu lesen!)

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