So, nun sitz ich hier also in einem kleinen Vorgarten im Vorort von Tulum im Osten von Mexiko… Vorgestern Nacht bin ich gelandet und wurde netter Weise von Alberto abgeholt. Ich möchte das nett betonen, denn der arme legte insgesamt 260km Strecke zurück um das zu tun – mitten in der Nacht und obwohl er 4 Stunden später zum nächsten Tauchgang aufstehen musste!!! Das ist einen Vermerk in diesem Blog demnach mehr als wert.
So, also ich sitz nun hier und hab nen Räucherstäbchen unterm Stuhl, denn die Mücken mögen mich heute besonders gerne.
Für die, die es noch nicht wissen, warum es mich nach Mexiko verschlagen hat hier noch einmal die Zusammenfassung: Vor 10 Jahren als ich in Barcelona lebte, habe ich Alberto über das Klettern kennengelernt. Wir sind seitdem gute Freunde und ich habe ihn 2012 auch schon einmal besucht. Als er mich vor anderthalb Jahren in Berlin besucht hatte, erzählte er mir davon, dass er sich zwei Hektar Land gekauft hat um darauf Baumhäuser zu bauen um eine Art Öko Tourismus zu starten. Als ich von der Idee hörte, meldete ich mich gleich für einen Arbeitseinsatz an und so bin ich nun hier gelandet. Wie lange ich bleiben werden, weiß ich noch nicht. Das hängt davon ab, wie lange ich Spaß an der Arbeit haben werde und wie Alberto und ich miteinander auskommen werden, denn wir werden nun fast jeden Tag miteinander verbringen. Aber mit der Option auf Ausflüge oder Unterbrechung durch Kurztrips wird das schon alles gut funktionieren.
Heute, am zweiten Tag, sind wir also in den Dschungel gefahren, wo er sein Stück Land besitzt. Da es in diesem Gebiet viele natürlich entstandene Wasserbecken gibt, ist alles voller Mücken. Unvorstellbar viele Mücken. Ich musste tatsächlich bei 30 Grad Stiefel, lange Hosen und naja anfänglich auch ein langes Shirt tragen. So etwas hab ich so noch nicht erlebt. Ich werde mich wohl daran gewöhnen (müssen). Jedenfalls habe ich heute alles gezeigt und erklärt bekommen und muss sagen, dass die Konstruktionen, die bisher stehen, wunderschön geworden sind. Für das Fundament des Haupthauses kam heute eine Fuhre mit 7 Kubikmetern Erde/Sand, die wir begonnen haben aufzuschütten. Müssig, denn der Lkw kam nicht so weit, denn es gibt keine Straße. Ich habe keine Ahnung, wie viele Schubkarren Erde ich heute hin und her gefahren habe, aber es waren genügend. Um ein zusätzliches Sportprogramm brauch ich mich hier also nicht zu sorgen. Die nächsten Tage werden wir damit noch zu tun haben und danach geht es ans klohaus fertig bauen, einen Brunnen fertig ausheben und das Küchenhaus streichen. In Absprache mit Alberto darf ich das ganze dokumentieren. Demnach bekommt ihr ganz bald Bilder zu so viel Text 😋