Nusa Lembongan

Wir sitzen seit fast einer Woche auf dieser ruhigen, tollen und klitzekleinen Insel. Was für eine Entspannung. Zum ersten Mal seitdem wir in Indonesien angekommen sind, fühlen wir uns wohl. Die Insel besteht aus nicht mehr als zwei Dörfern und wir haben sie in dreieinhalb Stunden komplett abgefahren mit dem Moped. A propos Moped fahren. Wir haben wohl die schrottigste Maschine ever, Scheinwerfer zertrümmert und die Verkleidung fällt auseinander, aber das Ding fährt, immerhin. Auch sind Helme hier nicht üblich, so bin ich hier jeden Tag mit Sonnenbrille und drei Wetter taff am Start. Wenn wir dachten Sri Lanka s Straßenverkehr wäre aufregend, dann wurde das durch Kuta revidiert und als wir dachten krasser geht’s nicht mehr auf den Straßen kamen wir nach uluwatu wo ich eigentlich ständig mit angezogenen Bremsen die Berge runtergefahren bin. Und nun,hier auf nusa wurde auch das noch Mal getopt,weil man bei manchen Straßen schon fast von Abhängen sprechen kann. Wenn es nur die Steigungen wären, ginge auch das, aber die Straßen sind obendrein durchzogen mit Schlaglöchern, mega eng und kurvig. Aber nach nun mehr 6 Tagen habe ich mich daran gewöhnt… Immer wieder bin ich beeindruckt, wie jung die Kids hier schon aufs Moped steigen. Nicht selten sieht man 11-12 jährige Kinder im Straßenverkehr, die sich dann auch noch satay-Spiesse von einem Fahrzeug zum nächsten reichen ohne dabei langsamer zu werden.

Links gegen den Poller bin ich schon ordentlich gegen gedonnert. Aber ist auch alles so kacke eng da!
Die tighte Schrottkarre. Also dit Moped nich ich…
Und durch diese, sich verengende Gasse muss ich jeden Tag mindestens einmal rein und raus. Bisher bin ich noch nirgends angeditscht!

Unsere Unterkunft würden wir schon fast als luxuriös bezeichnen. Wir bezahlen knappe 10€ pro Nacht, es wird hier täglich geputzt (was uns anfänglich etwas verunsichert hat und unangenehm war) und wir bekommen regelmäßig neue Bettwäsche und Handtücher. Nachts schwitzen wir uns die Ogen vorn Kopp, aber irgendwie geht auch das. Die Familie, die uns das Zimmer vermieten sind sehr lieb und offen für (politischen) Austausch und so schnacken wir ab und an bei Kaffe und Kippe. Das Frühstück ist der Wahnsinn, gerade nach ner morgendlichen Surfsession lässt es sich ganz gut einatmen.

Mango-banana-coconutmilk Bowl mit Obst und Müsli. Mmh, lecker!
Nächtlicher Besuch, der ganz schnell mal unser Bett okupiert
Und sich etwas Liebe abholt

Von unserer Unterkunft aus sind es nur 50m bis zum Strand. Allabendlich können wir dort in den Sonnenuntergang starren und mit niedlichen Hunden kuscheln. Ab 17.00 Uhr kommen dann die locals aus ihren Häusern und strömen zuhauf ins Meer zum schwimmen. Den Rest des Tages ist der Strand eher verlassen.

Am ersten Tag als wir die insel abgefahren sind, standen wir vor einem riesigen Mangroven Wald. Der (glaube ich) einzige Baum, der im Salzwasser wächst. Wir werden evtl noch eine kleine Paddeltour hindurch machen, da der Wald durchzogen ist von kleinen Wasserstraßen.

Ebbe mit Blick aufs Meer und ein paar Exemplaren dieser eindrucksvollen Mangroven
Hier wäre ich beinahe hineingerannt, hätte mich M nicht gewarnt

Einer unsere Ausflüge ging auf die Nebeninsel Ceningan, die über eine sehr schmale gelbe Brücke zu erreichen ist.

Da passt fahrend auch nur eine Moped durch

Dort angekommen, sind wir erstmal zu „dem“ Surfspot gefahren. Von der Terrasse eines Restaurant am Ende der Straße kannst du einen hohen Klippensprung in den Ozean wagen und dann 50m weiter die großen Wellen surfen. Mir war das zu krass! Auf dem Rückweg sind wir zufällig auf eine Ausschilderung zur blauen Lagune getroffen. Rundherum gab es eindruckvolle Klippen und der daraufklatschende Ozean.

So, zurück nach nusa. nusa hat eine eigene Müllverbrennungsanlage auf dem neusten Stand der Technik und Forschung zum Schutz der Umwelt.

Dit zeuch wird einfach nur angezündet und je nachdem wie der Wind steht,musste mehr oder weniger lang die Luft anhalten beim vorbeifahren
Friedhofsgräber
Fischerboote und Krebsfang Raster
Umland
Eine von vielen Tempelanlagen
Glücklich auch mit Föhn Frisur

Und bei einem kurzen Stopp zum Kauf eines Erfrischungsgetränks während unserer Tour steht doch da tatsächlich eine Gitarre in der Kaufhalle. Ich hab nicht lange gezögert und die Leute gefragt,ob ich sie Mal spielen dürfte. So saß ich also mit Sturmmecke und dieser tollen Gitarre irgendwo auf einer kleinen Insel Indonesiens vor nem Konsum an einer Straße und spielte glückerfüllt meine Hitliste. Hach, toll wars…

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