Ubud, mount batur und singaraja

Nach 8 Tagen gestrandet sein auf der kleinen Insel Lembongang ging es dann zurück nach Bali. Unser Moped stand tatsächlich noch da nach über einer Woche.

Dann ging es auf ins Inland nach ubud. Der Weg ging schnell, 2 Stunden auf guten Straßen vorbei an ersten Reisfelder und dem legendären monkey forest. Unsere Unterkunft lag schon noch in der Touristengegend, aber etwas abgelegen von den Menschenmassen. Begrüßt wurden wir direkt vom Regen…

Am Abend gab es leckeren veganen burger und tempehschnitzel, beides verblüffend authentisch! Auch durften wir einer Live-Band beisitzen und uns Songs wünschen. Ich wurde ein paar Mal aufgefordert mit zu singen,hab mich aber nicht getraut.

Am nächsten Morgen ging das touriprogramm los und wir haben uns die Wasserfälle tenungan und tibumana angeschaut. Ersteren nur aus der Entfernung,weil viel zu viele Menschen. Und letzteren haben wir sehr genossen, weil kühl in einer Schlucht gelegen mit wenigen Menschen, die alle merkwürdige Fotos von sich machen.

Eine meiner Lieblingsblumen. In Brasilien eliconia, auf den Philippinen birds of paradise genannt
Genervt von den Touris die mit ihrer stundenlangen Fotosession die Aussicht ruinieren

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann auf zu den reisfeldern.ein sehr gut gewählter Zeitpunkt,denn wir waren die einzigen.

Auf dem Rückweg begegnete uns diese nette location.wahrscheinlich Rückzugsort der Jugend von Bali.

Mystisch

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück in die „Elefantenhöhle“ Goa gajah gefahren. Auf der Anlage befinden sich ein hinduistischer und ein buddhistischer Tempel,was das ganz besondere an dieser Anlage ist. Wir kamen leider nicht bis zum buddhistischen, da mir an dem Tag mit der Hitze und Sonne etwas komisch war… Aber der Wille war da

Eingang zur Elefantenhöhle
Wir mussten natürlich sarongs anziehen an diesem heiligen Ort

Danach haben wir uns noch die berühmten Reisterrassen angeschaut. An dem Ort waren bis vor zwei drei Jahren noch keine Touristenattraktion wie eine Riesenschaukel und auch nicht so viele shops.mittlerweile sind die Bilder, die mensch einfangen kann leider nicht mehr so ganz idyllisch…

Respekt für die Reisbauern die bei dieser Hitze bis zum Knie im Schlamm stecken und ackern.

Am nächsten Morgen dann fahren wir weiter Richtung mont batur, einem der noch aktiven Vulkane auf dieser insel.

Wir kamen um 14.00 uhr an diesem Ort an, der so klein ist,dass ihn googlemaps noch nicht einmal auf der Karte anzeigt. Begrüßt wurden wir von einer handvoll junger Menschen,die uns sogleich mit arrak, einem Reisschnaps abfüllten.so war ich also eine Stunde später das erste Mal besoffen. Wir haben dann 4 Stunden lang Musik gemacht, die balinesische Nationalhymne zusammen gegröhlt 🙄 und uns wurde ein traditioneller Tanz mit Drachenkostüm von einem fünfjährigen Kind vorgeführt.

Am nächsten Morgen mussten wir um 3 Uhr aufstehen um den 1717m hohen vulkan zu besteigen. Der Aufstieg war sehr beschwerlich, aber hatte sich gelohnt.

Soooo, nach fast drei Wochen Schreibblockade geht es nun weiter…

Nach der 12km Trekkingtour waren wir ziemlich platt und ich entschied mich gegen das Moped fahren (was sich im folgenden als sehr clever herausstellte) und wir blieben noch einen Tag länger. Nach nun mehr fast fünf Monaten Abstinenz in der Arbeit mit Kindern konnte ich nicht anders als den Kids ein paar Kinderlieder beizubringen. Ein wunderschöner Moment!!!

Der Abend klang dann gemütlich und ohne arrak aus, aber mit vielen Lobliedern auf vergangene Nacht.

Noch so ne kleine zerrupfte Wurst

Am nächsten Morgen zogen wir weiter durch die Berge Richtung norden.und wenn du denkst ’schlimmer geht nimmer‘ wirst du vom Leben überrascht. Das war mit Abstand die schlimmste Fahrt, die wir auf unserer Reise gemacht haben. Zwei Personen mit Rucksäcken auf nem klapprigen Moped fahren durch die Berge. Die Straßen sind nicht wie Deutschland um die Berge drum herumgebaut, sondern in Serpentinen an ihnen hoch. Teilweise 45grad Steigung. M. musste zwischen drin absteigen, da der Roller einfach stehengeblieben ist. Ich kam dann mit ca 5-10km/h weiter, musste mich aber beim letzten Rest mit den Füßen anschubsen,sonst wäre ich rückwärts wieder den Berg runtergerollt. Und das Beste-die ganze schose war um sonst, denn da wo Googlemaps den Weg zum Strand angezeigt hat, gab es nur einen Sandweg…

Auf dem Weg haben wir einen Crossmotoradfahrer kennengelernt, der das selbe Problem hatte wie wir und wir haben zusammen eine Alternativroute rausgesucht. Den Berg den wir hoch sind, mussten wir also wieder runter. Gut, dass Ajoscha nun mit uns fuhr. Zur Beruhigung und um eventuell Hilfe zu holen falls wir stürzen. Denn ich bin tatsächlich mit komplett angezogen Bremsen den Berg und seine 360 Grad Kurven wieder runtergefahren. KEIN UNFALL!!!! An dieser Stelle möchte ich stolzerweise Mal anmerken, dass wir die einzigen sind bei all unseren Bekanntschaften, die keinen Unfall hatten. *Auf die Schulter klopf*

Nach 6 Stunden Fahrt sind wir dann in singaraja angekommen. Völlig am Ende waren wir nur noch in der Lage uns Bier trinkend den Sonnenuntergang am Strand anzuschauen.

Am nächsten Tag dann ging es auf zu den Wasserfällen und wieder vorbei an unzähligen Reisfeldern.

Am letzten Morgen sind wir mit einem Boot aufs Meer rausgefahren um uns Delfine anzuschauen. Das war ein sehr schöner und rührender Moment, jedoch gleichzeitig sehr bedrückend und surreal, da wir natürlich nicht die einzigen Menschen mit dieser Mission waren.

Nach unserem Bootstrip ging es weiter nach canggu. Der Weg dorthin war ein reinstes Spektakel. Zuerst brach der Himmel über uns zusammen und wir musste mindestens eine Stunde unter einem Wellblechdach am Straßenrand warten. Dann kamen wir in DEN Stau der Weltgeschichte verursacht durch hunderte von Reisebussen, dem Bali united Fußballspiel und nicht geregeltem Straßenverkehr. Bei der Aktion hab ich mich Mal als Geisterfahrerin geübt, mutiger als manche balinesen, aber anders wär es auch nicht gegangen oder wir hätten eben Mal bis zu 6 Stunden im Stau gestanden…

Warten bis der Sturzregen vorbei ist

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  1. Avatar von Unbekannt
  2. Avatar von schlidie

2 Comments

  1. Hey Lydia, erstmal frohes Neues Jahr! Scheint ja sehr schön auf deiner Reise zu sein, die Bilder sind schon sehr beeindruckend!
    Wir freuen uns auf neue Einträge 🙂 Bis dahin noch viele Touri-freie Momente!
    Beste Grüße, Franzi und Stephan

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