Bus fahren in Sri Lanka

Am 25.11. sind wir aus Hikkaduwa abgefahren. Die letzte Nacht und M.’s Geburtstag waren sehr schön. Es gab sogar ein kleines Feuerwerk für sie. Der Abschied von kanchana war unerwartet traurig…

Leider etwas unscharf. Ging alles so schnell

Sri Lanka hatte eine letzte wunderschöne Abschiedskulisse für uns zu bieten. Nach dem unser Obstverkäufer und dabei geholfen hat in den richtigen Bus zu steigen. Bot sich uns ein traumhafter Anblick der untergehenden Sonne über dem Meer. Da fällt das tschüss-sagen doppelt schwer…

Und nun noch ein kurzer Einblick in das busfahren. Erstmal ist es sehr schwer den richtigen Bus überhaupt zu erkennen,denn es wird nicht etwas an jeder Haltestelle angehalten oder wenigstens die Geschwindigkeit reduziert. Nein, du musst erahnen welcher Bus deiner sein könnte und ihn auf gut Glück heranwinken. Dann wirst du angeschrien doch bitte schnell schnell schnell einzusteigen. Während dein einer Fuß noch auf der Straße steht, geht die Fahrt auch gleich weiter. In Angst mit dem 18kg Rucksack nicht direkt hinten wieder aus dem Bus rauszukippen,schiebst du dich schnell den schmalen Gang nach oben und lässt dir das Gepäck vom Rücken reißen.

Puh,geschafft,drinnen…kein Sitzplatz. Scheisse! Das bedeutet durch den Bus geschleudert werden bis etwas frei wird. Eine groteske Szene jedes Mal. Zwei weiße Frauen um Gleichgewicht ringend, sich dabei kaputtlachend, stehen in einem mit lauter schnulzenmusik beschallten „findet Nemo“ Bus. Steigen mehr Leute ein oder welche aus schieben sie sich ohne Ankündigung an dir vorbei und zwingen dich quasi dazu dich auf den Schoß anderer Leute zu setzen. Denn, ganz ehrlich, weder die Gänge noch die Sitzbänke sind für den Durchschnitts europäerarsch gemacht. Da sind wir in Berlin echt verwöhnt.

Am Fenster wird ein Sitzplatz frei!!! Bedeutet nicht etwa,dass die zwei anderen Person auf der Sitzbank aufstehen oder durch rutschen. Nein, du musst dich an ihnen vorbei auf den freien Platz schieben, in dessen Lücke dein Hintern kaum reinpasst. Andersrum genau so. Die Leute schieben sich an dir vorbei, hauen dir dabei ihre Taschen oder den Rucksack ins Gesicht und was nicht passt, wird passend gemacht. Irgendwann war das ganze Spektakel auch einfach „normal“ für uns geworden ( vllt haben wir auch resigniert?!) Und wir haben alles über uns ergehen lassen.

Dann freut Mensch sich auf 2-3 Stunden Fahrt ( für nur 1€) , die an irgendwelche Verfolgungsszenen aus Actionfilmen erinnert. Alles wird überholt und weggehupt. Blaue Flecken nach einer Fahrt sind keine Ausnahme. Der Bus verfügt über zwei huptöne. Leider ist es mir nicht gelungen herauszufinden wann welche eingesetzt wird, aber es wirkt auf jeden Fall energischer wen nach zehn Mal hupen sich dann auch noch der Ton verändert.

In 2-3 Stunden gibt es dann natürlich auch Zeit für ein Nickerchen… Wie die Menschen das machen ohne den Bus mit einer blutklaffenden Platzwunde am Kopf zu verlassen – keine Ahnung!!! Die sonst so berührungsscheuen Menschen legen dabei auch Mal ihren Kopf auf die Schulter der Person daneben. Hat was! Die einen versuchen das zu vermeiden in dem sie nur noch halb auf ihrem Platz sitzen, die anderen halten fürsorglich die Schulter hin.

Hab ich was vergessen? Bestimmt! Aber ich denke, ihr konntet einen kleinen Eindruck gewinnen von unseren Abenteuerfahrten…

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