1 Monat Urlaub im Urlaub

Die meisten fassen sich wahrscheinlich gleich an den Kopf oder würden mir am liebsten eine runterhauen… Ich bräuchte tatsächlich Urlaub. Ich musste entfliehen von der Schnelllebigkeit und dem Überangebot in San Cristóbal, denn dies ist einer der Gründe, warum ich auch aus Berlin weg musste. Außerdem musste ich weg vom Winter, den auch deshalb floh ich aus Deutschland.

Ich bin also mit zwei Freundinnen und einer weiteren Hündin kurz vor Silvester nach Oaxaca aufgebrochen. Sonne, Strand, Abenteuer. Wir haben eine Mitfahrgelegenheit gefunden und so ist ein Bulli mit 4, Frauen, 2 Hündinnen und einem Kater 16 Stunden quer durch Mexiko. Erstes Ziel Zipolite. Dort traf ich meine Freundin Flor wieder. Aber Vorort bin ich in eine Art Leichenstarre verfallen und konnte mich von meinem Plastikstuhl im Hostel kaum wegbewegen. Halb depressiv hab ich mich eine Woche lang gefragt „was mach ich hier eigentlich?“, Ohne Lust zu irgendwas und komplett asozial neuen Menschen gegenüber.

Als wir dann weitergezogen sind nach Mazunte ging mir das Herz auf. „Das ist mein Ort“. Yoga, Strand und leckeres Essen. Tolle Menschen, tolles Ambiente!

Rumba war schwanger und das ging einfach nicht. Also haben wir die beiden Hündinnen kollektiv sterilisieren lassen und rumba wurden 12 Föten entnommenen. 12!!! Danach gab es 7 Tage Strand Verbot, doch weil die Narbe gut abheilte und rumba etwas geknickt war, gingen wir am 4. Tag zum Strand. Als sie den Sand betrat, sah sie mich an mit einem Ausdruck von „Mama,darf ich wirklich“ und als ich ihr das Zeichen gegeben hab, rannte sie eine halbe Stunde ununterbrochen den Strand noch und runter und war einfach nur glücklich.

Nach ein paar Tagen lernte ich m. kennen, der mir nach 2 toxischen Beziehungsversuchen, den Glauben an die Männerwelt zurückgab. Nicht alle Männer sind unreife Machos… Mit m. habe ich 2 wunderschöne Wochen verbringen dürfen voller Sonnenuntergänge, lecker Abendessen, gemeinsamen Yogastunden, acroyoga, Schwitzhütten und und und. Viele Gespräche, viel Gelächter. An seiner Seite konnte ich etwas genesen von den unglücklichen Erfahrungen in dem letzten halben Jahr und verstehen, dass man mit einem tollen Typen auch einfach nur befreundet sein kann. Gracias m.!!!

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